Bürgermeister

 

Positive Nachrichten für den Wegebau

 

Für den Spiegelbergweg von der Mitterberghütte bis zum Anwesen vulgo Gatschenberger ist nun die Finanzierung gesichert. Das rund 1300 Meter lange Teilstück soll bis 2021 fertiggestellt sein, spätestens nächstes Jahr ist Baubeginn. Die Finanzierung ist durch ein EU-Projekt der Landwirtschaftskammer gesichert, das 65 Prozent der Kosten abdeckt. An Bedarfszuweisungen vom Land sind  220.000 Euro zugesagt.

 

Die Gemeinde Lassing wird den in sehr schlechtem Zustand befindlichen Steinweg von der Landstraße bis in die Ortschaft Stein noch heuer in Angriff nehmen, mit der Absicht, dass der Geh- und Radweg bis zur Veitbrücke gleichzeitig fertiggestellt wird. Es gibt noch keine fertige Planung und rechtliche Verfahren müssen auch noch abgewartet werden, aber mit geschätzten Kosten von 120.000 Euro wird dieser Weg noch heuer in Angriff genommen!

 

Mit dem Baubeginn des neuen 8-Familienwohnhauses - alle Wohnungen sind bereits an junge Lassinger Familien vergeben - geht der Baugrund an dieser Stelle zur Neige. Ich erinnere: Es handelt sich um die ehemaligen „Berufsschulgründe“, also Gründe, die einstmals für den Bau einer Berufsschule reserviert waren und vom Land unter günstigen Umständen an die Gemeinde abgetreten wurden. Mit den drei Familienwohnhäusern, den Bauten der Ordination, Heizwerk für die Volksschule und Bezirksaltenpflegeheim Lassing sind die Gründe nun verbraucht. Das neue Wohnhaus soll 2019 eröffnet werden.

 

Sicherheit ist ein hohes Gut. Die Gemeinde beschäftigt sich gerade mit der Vorsorge gegen Stromausfälle, vor denen derzeit große Unternehmen wie Verbund & Co. hinweisen. Die Art der Stromerzeugung hat sich geändert, Kohle- und Ölkraftwerke sind weggefallen, Atomkraftwerke wurden abgeschaltet und ökologische Stromerzeugung wie Wind-, Bio- und Sonnenergie werden forciert. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch weltweit enorm an und eine immerwährende konstante Stromversorgung kann unter ungünstigen Bedingungen durchaus auch einmal zusammenbrechen. Die Gemeinden sind aufgerufen, Vorsorge zu treffen, dass sie bei längeren Stromausfällen handlungsfähig bleibt. Man muss bedenken: Wenn heute der Strom ausfällt, funktioniert keine computergesteuerte Kasse, kein elektrischer Türöffner, keine Wasserpumpe und kein Computer. Daher hat sich die Gemeinde Lassing entschieden, hier mit Hilfe von Photovoltaik, Batterien und Stromaggregaten für sensible Bereiche wie Pflegeheim, Ordination, Gemeindeamt, Feuerwehr, Schule und Kindergarten, aber auch für Kaufhaus, Kläranlage und Heizwerke Vorsorge zu treffen. Geplant sind auch Schulungen mit dem Zivilschutzverband für Haushalte, wie sich diese für einen längeren Stromausfall absichern können.

 

Das Endlosthema B320 und die unerfreuliche Entwicklung für die Gemeinden entlang der „Ausweichroute“ möchte ich nur streifen. Die Bemühungen für eine Verkehrsentlastung werden fortgesetzt, werden aber nach derzeitigem Stand langwierig, wenn überhaupt ein Erfolg absehbar ist. Die Gemeinde Liezen schwenkt - nachdem sie 30 Jahre eine Umfahrung gefordert hat - scheinbar auf die Haltung um, dass man gar keine Umfahrung benötigt, um keine Kundenfrequenz zu verlieren. Kurz und gut: Es gibt eine Vorsprache der Bürgermeister aus Aigen, Irdning, Haus, Öblarn und Lassing, beim Verkehrsminister, wo wir mit einem Hilferuf ersuchen, unsere Lage durch entsprechende Maßnahmen - welcher Art auch immer - zu verbessern. Unsere Ansuchen um Geschwindigkeitsbegrenzung (damit u.a. die Navigationsgeräte in den Autos die Ausweichroute nicht als die schnellere Strecke vorschlagen) liegen derzeit bei der Bezirkshauptmannschaft.

 

Nicht zuletzt möchte ich den Eigentümerwechsel beim Wohnbauprojekt „Altes Pflegeheim“ ansprechen. Bei der Next Living GmbH. von Reinhard Beichtbuchner gab es einen Eigentümerwechsel. Die neuen Eigentümer - Dipl. Ing. Matthias Pfützner, Vertriebsleiter der Kirchdorfer Zementwerk Hofmann GesmbH. und der Liezener Ronald Wohlmuther - versichern, dass das Projekt „Jugendstartwohungen“ mit über 30 Wohneinheiten vorbehaltlich kleiner Änderungen weiter verfolgt werde. Bis zum Herbst will man Konzept und Planung überarbeiten und prüfen, Ende 2019 soll auch dieses Objekt fertig sein. Seitens der Gemeinde haben wir unsere Unterstützung zugesagt, immerhin wird der Umbau der privaten Gesellschaft rund zwei Millionen Euro kosten und der Gemeinde durch das erweiterte Wohnraumangebot sicherlich nützen.

 

Daher wünschen wir allen, die in Lassing etwas „unternehmen“ alles Gute und ein geschickte Hand.

Unseren Gemeindebewohnerinnen und -bewohnern wünsche ich ebenfalls Erfolg und einen schönen Sommer

 

Euer Bürgermeister

Fritz Stangl